2008 bauten sich eine Korbflechterin und ein Zimmerer im Wunsch nach einem etwas unabhängigem, autarkem und angenehmen Wohnen und Leben ihren kleinen und feinen Wagen aus Holz. Sie zogen ein und freuten sich. Nach einigen Besuchen fragte ein Freund an, ob er nicht auch so einen haben könnte. In Zusammenarbeit mit diesem Freund, entstand der Wagen Andererseits. Wir freuten uns und bauten. In dieser Zeit waren der Zimmerer und die Korbflechterin noch anderweitig am Arbeiten und der zweite Wagen nur ein Projekt.

Als dann aber eine wildfremde Person sich meldete und auch gerne so einen Wagen wollte, machte sich eine gewisse Struktur bemerkbar, aus der dann die Einzelfirma Wagenschmiede R. Sarge resultierte. Nie war die Idee, dass in diesem Betrieb ein Chef und Inhaber mit “seinen” Angestellten nach Gutdünken schaltet und waltet. Weiterhin etwas chaotisch veranlagt baute das damalige Wagenschmiede-Team den Traumwagen, ihren ersten richtigen Auftrag.

Nach vielen neuen und restaurierten Wagen, guten und stürmischen Zeiten, verschiedenen Mitarbeitenden und Standorten konnten sich die Korbflechterin und der Zimmerer endlich aufraffen, aus ihrem gelebten und ideellen Miteinander auch offiziell und rechtskräftig eine Gemeinschaft zu machen: Sie gründeten mit viel Unterstützung von Freunden die Genossenschaft Wagenschmiede, fanden eine motivierte Schreinerin die im praktischen Werkstattalltag Gold wert ist, und eine Buchhalterin die das Büro vor dem Chaos bewahrt. Happy, but not the end.